Morgens: Der Wecker klingelt und wir springen aus dem Bett und machen uns frisch. Raus aus den Schlafsachen, rein in Unterwäsche, Oberkleidung drüber. Im Normalfall sieht nur der Partner / die Partnerin und der- oder diejenige der in der Familie wäscht, was man so drunter trägt. In der Öffentlichkeit in Unterwäsche oder gar in sexy Dessous herumzulaufen, gilt allgemein als wenig schicklich. Und doch übertreten Menschen immer wieder diese Rege, auch wenn sie keine C-Promis sind, die um jeden Preis Aufmerksamkeit erringen wollen…
Unterhosen im Untergrund
Seit elf Jahren wird im Januar in New York der „No Pants Subway Ride“ zelebriert. Ins Leben gerufen wurde die Aktion, bei der die Teilnehmer ohne Hose oder Rock mit der U-Bahn durch die Stadt fahren, von einer Künstlertruppe. Angefangen hat alles mit sieben Leuten, die mitten im Winter warm gekleidet aber „untenrum“ frei durch New York fuhren. Am diesjährigen “No Pants Subway Ride” am 8. Januar nahmen etwa 4.000 New Yorker teil, weltweit beteiligten sich mehrere 10.000 Menschen in 59 Städten in 27 Ländern an der Aktion. Doch worin besteht der Sinn dieser Tanga-Tour? Für die Initiatoren ist der Ride in erster Linie „an international celebration of silliness“, also eine internationale Feier der Albernheit. Mit anderen Worten: Suchet keinen Sinn, ihr werdet ihn nicht finden! Auf der anderen Seite könnte man die Aktion jedoch einfach als Versuch interpretieren, die Menschen aus ihrem Alltagstrott heraus zu reißen und zum Lächeln zu bringen.
In Unterwäsche ins Geschäft – eingekleidet raus!
Einen ganz anderen Grund, sich in Unterwäsche auf der Straße zu zeigen, haben die Menschen, die die spanische Modemarke „Desigual“ aktiviert. Bei deren „Undie Parties“ besteht für die ersten einhundert Teilnehmer die Chance, ein komplettes Outfit kostenlos zu ergattern. Einzige Voraussetzung: Das Erscheinen in Unterwäsche! Da sich viele Modebewusste dieses Gratis-Angebot nicht entgehen lassen wollen, stehen sie oftmals schon Stunden vor Geschäftsöffnung in Unterhose und Unterhemd vor den Läden der Modemarke. Ob das für die Wartenden gesund ist, bleibt fraglich. Desigual freut sich jedoch sicher über die extreme Aufmerksamkeit, welche die “Undie Parties” auf sich ziehen.
Geschrieben von brillero
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